Redtube Nutzer erhalten Abmahnungen

Wie kürzlich in mehreren Medien, unter anderem der Welt, zu lesen war, wurden vor einigen Tagen vermehrt Nutzer der Internet-Plattform redtube.com wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen abgemahnt. Grundsätzlich ist es nicht ungewöhnlich, dass Internet-Nutzer wegen dem illegalen Bereitstellen von urheberrechtsgeschütztem Material zur Kasse gebeten werden, nur ist die Seite Redtube keine Filesharing-Plattform, sondern eine sogenannte „Tube“, auf welcher die Inhalte nur gestreamt und in der Regel auch nicht von den Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Mehrere Tausend Deutsche Nutzer betroffen

redtube ist eine der bekanntesten porno tubes im netzDie Nachricht schlug vor wenigen Tagen ein wie eine Bombe, Nutzer der Streaming-Plattform Redtube wurden tausendfach abgemahnt, angeblich hätten Sie gegen das Urheberrecht verstoßen und sollen hierfür nun ordentlich zur Kasse gebeten werden. Dabei ist Redtube gar keine Filesharing-Plattform auf welcher die Nutzer selbst Inhalte anbieten und untereinander tauschen, sondern eine sogenannte „Tube-Seite“, welche ähnlich wie youtube.com nur gestreamte Videos zur Verfügung stellt, mit der kleinen Ausnahme dass man bei Youtube selbst Videos hochladen kann, nicht aber bei Redtube. Dennoch haben tausende Nutzer der Plattform kürzlich einen unangenehmen Brief in Ihrem Briefkasten vorgefunden, in welchem Sie zu einer Zahlung von 250,00€ aufgefordert werden um einem teuren Gerichtsprozess zu entgehen. Da ein Verstoß gegenüber dem Urheberrecht laut mehreren auf das Urheberrecht spezialisierten Anwaltskanzleien aber mehr als fraglich ist, wird den betroffen Nutzern aktuell dazu geraten nicht auf die Forderungen einzugehen und sich im Zweifel an einen Anwalt zu wenden um mit diesem die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Betroffen waren bisher übrigens ausschließlich Kunden der Deutschen Telekom, laut einigen Insidern ist in den kommenden Tagen aber mit einer deutlichen Ausweitung der Abmahnungen zu rechnen, es wird erwartet dass kürzlich auch Kabel Deutschland Kunden einen entsprechenden Brief in Ihrem Briefkasten vorfinden, man geht davon aus das sich die Zahl der Betroffenen innerhalb kürzester Zeit auf mehr als 10.000 ausweiten wird.

Mangelndes technisches Verständnis ermöglicht Auskunftsersuchen

Forscht man etwas weiter nach und verfolgt die Abmahnungen bis hin zur richterlichen Entscheidung in Bezug auf das Auskunftsersuchen zur Herausgabe der Nutzerdaten zurück, so könnte man durchaus zu dem Schluss kommen, das die Abgemahnten ihren aktuellen Ärger einem Richter mit mangelndem technischen Verständnis zu verdanken haben. Anscheinend hat dieser dem Antrag der abmahnenden Anwaltskanzlei auf Herausgabe der Nutzerdaten nur zugestimmt, weil er der Meinung war Redtube wäre eine Filesharing-Webseite, auf welcher die Nutzer illegal Videos tauschen und zum Download bereitstellen. Dass es sich lediglich um einen Streaming-Dienst handelt, auf welchem keine Dateien von den Nutzern selbst zur Verfügung gestellt werden, kam dem Richter anscheinend nicht in den Sinn. Wäre dies von Vornherein klar gewesen, könnten eine Menge Menschen jetzt wahrscheinlich deutlich besser schlafen, denn in diesem Fall wäre ein Beschluss zur Herausgabe der Daten normalerweise wohl nicht erfolgt. Wie es aktuell weitergeht ist noch nicht abschließend klar, wie bereits angemerkt ist es mehr als denkbar dass sich die Zahl der Betroffenen noch mal deutlich vergrößert. Sollte ich diesbezüglich weitere Informationen erhalten, werde ich Euch natürlich umgehend informieren.

Was sagt Ihr denn zu dieser Geschichte? Findet Ihr es gut, dass geschäftstüchtige Anwälte harmlose Nutzer abmahnen nur weil diese sich einen Porno auf einer Tube-Seite angeschaut haben? Vielleicht ist ja sogar einer meiner Leser direkt betroffen und kann etwas zur Sache beitragen?

Sexkontakt.com - Sextreffen & mehr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.